Was ist eine „Helfer-vor-Ort“-Gruppe?

Gruppenfoto der ErsthelferDas Ziel des „Helfer-vor-Ort“ ist die Erstversorgung von lebensbedrohlich Erkrankten oder Verletzten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes nachts und an Wochenenden.

Die Zeitspanne vom Eingang des Notrufes in der Rettungsleitstelle Ulm über den Notruf 112 bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes kann in unserem Einsatzgebiet je nach Tageszeit 10 Minuten und länger dauern.

Wir versuchen, diese im Notfall lange Zeit dadurch zu verkürzen, dass ehrenamtliche Rot-Kreuz-Mitglieder in ihrem Wohnort als „Helfer-vor-Ort“ bei Notfallpatienten erweiterte Erste-Hilfe leisten.


Wie läuft ein „Helfer-vor-Ort“-Einsatz ab?

Wenn nachts oder an Wochenenden auf der Rettungsleitstelle Ulm ein Notruf über eine lebensbedrohliche Erkrankung oder Verletzung aus dem Gebiet der Gemeinden Illerkirchberg, Staig, Gögglingen-Donaustetten oder Unterweiler eingeht, wird parallel zur Alarmierung des Rettungsdienstes zusätzlich die„Helfer vor Ort“-Gruppe über Funkmeldeempfänger alarmiert.

Die „Helfer-vor-Ort“ fahren dann mit ihren Privat-Pkw zur Wohnung des Patienten, im Idealfall in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. Die „Helfer vor Ort“ sind mit Rucksäcken ausgestattet, die vom Beatmungsbeutel über Sauerstoff bis zum Verbandsmaterial alles Notwendige für erweiterte Erste-Hilfe-Maßnahmen enthalten. Seit mehreren Jahren verfügen wir auch über drei Früh-Defibrillatoren, die im Falle eines Kreislaufstillstandes zum Einsatz kommen können.

Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes versorgen ein bis drei Helfer den Patienten. Selbstverständlich unterliegen die „Helfer-vor-Ort“ auch nach Einsatzende der Schweigepflicht.


Wann kommt der „Helfer-vor-Ort“ nicht zum Einsatz?

Der „Helfer-vor-Ort“ ist eine freiwillige Ergänzung des DRK in der Versorgung des Notfallpatienten. Es besteht kein Anspruch auf diese Ergänzung.
Ist aus der Notfallmeldung erkennbar, dass bereits ein Arzt vor Ort ist, wird kein „Helfer-vor-Ort“ alarmiert.

Die HelferInnen verrichten ihren Einsatz rein ehrenamtlich und sind bereit, in ihrer Freizeit diesen Hilfsdienst zu leisten. Deshalb sind bei Alarmierungen zu den normalen Arbeitszeiten leider meist keine Helfer einsatzbereit. Es kann aber auch zu anderen Zeiten geschehen, dass keiner der „Helfer-vor-Ort“ im Gebiet unserer Gemeinde ist und keine Erstversorgung durch die „Helfer-vor-Ort“ stattfinden kann.


Einsatzaufkommen auf hohem Niveau

Wir decken mit unseren Helfer-vor-Ort-Gruppen die folgenden Ortschaften ab: Illerkirchberg, Staig und Gögglingen-Donaustetten / Unterweiler. Das Einsatzaufkommen unterliegt gewissen Schwankungen, bewegt sich zwischen 130 und 170 Einsätzen pro Jahr:

Einsatzstatistik

Unsere Helfer-vor-Ort

haben Ausbildungsstände vom Sanitäter bis zum Notarzt. In Aus- und Fortbildungen und praktischen Fallbeispielen werden ihre Kenntnisse regelmässig aufgefrischt und vertieft.


Was kostet ein „Helfer-vor-Ort“-Einsatz?

Den Patienten kostet der Einsatz nichts. Die entstehenden Kosten für das verbrauchte Material werden vom Roten Kreuz getragen – v.a. aus Spenden. und den Beiträgen der Mitglieder.
Die Ausrüstung der Helfer-vor-Ort-Gruppen mit ca. 2000 € pro Helfer und den laufenden Kosten wurden/werden finanziert

  • aus den Spenden der DRK - Haus- und Straßensammlungen in Illerkirchberg
  • aus Eigenmitteln des DRK Ortsvereins Illerkirchbergs
  • durch den DRK Kreisverband Ulm
  • durch Unterstützung der Gemeinden Staig und Illerkirchberg
  • durch Ihre Unterstützung


Sie möchten die Helfer-vor-Ort-Gruppe unterstützen?

Dann freuen wir uns über Ihre Spende. So ermöglichen Sie uns den weiteren Ausbau der Helfer-vor-Ort-Gruppe. Ihre Spende fließt direkt in die Beschaffung von medizinischen Material und Ausrüstungsgegenständen.

Geben Sie auf Ihrem Überweisungsträger den Vermerk „Helfer-vor-Ort“ an, dann erfolgt Ihre Spende zweckgebunden, d.h. Sie können sicher sein, dass Ihre Spende nur für diesen Zweck verwendet werden darf.